Das Geheimnis der Hohepriesterin

Das Geheimnis der Hohepriesterin
Bezugskarte Hohepriesterin


Dieses Legesystem bezieht sich in seinem Aufbau auf die Karte der Hohepriesterin. Die Positionen 1 und 2 bilden dabei das Kreuz auf ihrer Brust, die Positionen 3 bis 5 stehen für ihre Kopfbedeckung, einer symbolischen Abbildung der Mondphasen. Position 6 reprästentiert die dunkle Säule, Position 7 die helle. Position 8 zeigt den Kubus, auf dem die Hohepriesterin sitzt, und Position 9 vertritt die Tora in ihrem Schoß, das Buch der Weisheit. Dazu gibt es eine Besonderheit: Position 9 wird nur interpretiert, wenn auf ihr eine Karte der großen Arkana zu liegen kommt.

Positionen 1 und 2:
Das Kreuz auf ihrer Brust zeigt das Thema, um das es geht, in Form von zwei Hauptimpulsen, die einander verstärken oder behindern können.

Position 3:
Steht für den Vollmond und zeigt den gegenwärtigen Haupteinfluß.

Position 4:
Steht für den zunehmenden Mond und zeigt die an Einfluß gewinnende Kraft.

Position 5:
Steht für den abnehmenden Mond und zeigt die an Einfluß verlierende Kraft.

Position 6:
Steht für die dunkle Säule und repräsentiert das, was (noch) nicht bewußt wahrgenommen wird, jedoch vielleicht schon geahnt oder befürchtet wird.

Position 7:
Steht für die helle Säule und repräsentiert den lichten, ggf. optimistischen Aspekt oder das, was klar erkannt wird.

Position 8:
Was als nächstes in unsere Realität tritt. Das können Ereignisse, Situationen, Zustände oder Gefühlsnuancen sein.

Position 9:
Die Karte auf dieser Position wird erst aufgedeckt und interpretiert, wenn alle anderen Karten gedeutet sind. Sie sagt dann etwas über die tieferen Beweggründe bzw. den tieferen Sinn hinter der Angelegenheit. Ist es keine Trumpfkarte, behält die Hohepriesterin ihr Geheimnis für sich.

(Quelle: Hajo Banzhaf)
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